Das erklärte Ziel von Mäkelä Alu ist, bis zum Jahr 2025 CO2-neutral zu produzieren. Das vom finnischen Staat definierte Ziel ist die CO2-Neutralität bis zum Jahr 2035, aber Mäkelä Alu will es schneller schaffen. Umwelt- und Klimaschutz sind ernstzunehmende Themen, die keinen Aufschub erlauben. 

– Wir wollen umweltfreundlich produzieren. Auch unsere Kunden haben heutzutage großes Interesse daran, wie Produkte und Produktionsprozesse sich auf die Umwelt auswirken, sagt Päivi Venesoja, Leiterin für EHSQ bei Mäkelä Alu. 

Um herauszufinden, wie viele Emissionen in den einzelnen Bereichen während des gesamten Produktionsprozesses entstehen, haben wir eine sog. Cradle-to-Gate („von der Wiege bis zum Werkstor“)-Analyse durchgeführt. 

 

Road Map als Leitlinie 

Die Recherche ergab, dass vieles schon jetzt gut eingestellt ist. Es wurde aber auch aufgezeigt, wo es noch Raum für Verbesserungen gibt. 

Auf der Grundlage der Recherche erstellen wir eine Road Map, also einen Fahrplan für CO2-Reduktionen. Mit Hilfe der Road Map wollen wir es erreichen, dass die Herstellung der Aluminiumprofile bei uns den Klimawandel nicht beschleunigt. 

Die Resultate und Referenzzahlen der Untersuchung werden auf der Webseite von Mäkelä Alu zur allgemeinen Ansicht veröffentlicht. 

 

Vergleichbare und verifizierbare Resultate 

Mäkelä Alu beobachtet schon seit 2005, wie viele CO2-Emissionen im Rahmen der eigenen Produktion und von internen und Kundentransporten entstehen.

– Wir wollten es aber genauer wissen. Die aktuellen Daten wurden nach der Norm erhoben und sind vergleichbar, sagt Päivi Venesoja. 

Die Untersuchung wurde von Ramboll Oy, einem unabhängigen Beratungsunternehmen, geprüft. Auf Grund der Prüfungsergebnisse wurde bestätigt, dass die Ausgangsdaten und Berechnungen Anforderungen der Ökobilanznorm EN ISO 14044:2006 erfüllen.  

 

Detaillierte Untersuchung 

Für die Untersuchung wurden alle Emissionen, die zur Klimaerwärmung beitragen, gemäß der Norm erfasst. Diese wurde in vergleichbare Menge CO2, also CO2-Äquivalent, konvertiert.  

Für Aluminiumprofile wurde die Emissionen getrennt einerseits für Fremdaluminium und andererseits für Recyclingaluminium aus der eigenen Gießerei ausgewertet, und zwar jeweils einmal ohne Oberflächenbehandlung und einmal mit Beschichtung und Anodisierung.

Die Resultate werden nach Produkten in Einheiten aufgegliedert, die angeben, wie viel Tonnen CO2-Äquivalent für 1000 kg entstehen.

 

Besser als europäischer Durchschnitt 

Die Zahlen belegen, dass Mäkelä Alus Primäraluminium von Emissionen her sauberer ist als in Europa durchschnittlich. 

Der Grund sind mehrere umweltfreundliche Lösungen, die bereits vor systematischen Emissionsbekämpfungsmaßnahmen in Betrieb genommen wurden.  

– Unser Aluminium kommt hauptsächlich aus Europa und wird grundsätzlich mit Wasserkraft produziert. Es ist sauberer als der Durchschnitt, so Päivi Venesoja. 

Auch Mäkelä Alu verwendet bereits seit mehreren Jahren grünen, emissionsfreien Strom aus Wind- und Wasserkraft. Für einen Teil der Rohstofflieferungen wird außerdem freiwillige Emissionskompensation geleistet.

– Am meisten können wir Emissionen verringern, indem wir unsere eigenen Prozesse unter die Lupe nehmen. So können beispielsweise Energieeffizienz und Abwärme-Rückgewinnung verbessert werden, sagt Venesoja. 

 

Maßnahmen für alle Abteilungen 

Tomi Pilbacka, Entwicklungsleiter von Mäkelä Alu, erzählt, dass die Reduktion von Emissionen bereits seit Jahren ein Thema bei Mäkelä Alu ist.

– Die aktuelle Recherche und unser Vorhaben der CO2-Neutralität geben unseren Bemühungen ein konkretes Ziel, sagt er. 

– Als erstes haben wir eruiert, für welche Zwecke wir Energie brauchen und wie viel der Verbrauch jeweils beträgt. Der nächste Schritt ist, die Prozesse in allen Produktionseinheiten genauer zu betrachten und überlegen, ob wir irgendwo etwas anders machen könnte, um den Energieverbrauch zu reduzieren, sagt Pilbacka. 

Oft müssen Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten gegeneinander gestellt werden. Ist es beispielsweise sinnvoll, die Prozesswärme auch zu produktionsfreien Zeiten wie am Wochenende aufrechtzuerhalten? Durch weniger Wärme wird grundsätzlich Energie gespart, aber andererseits stellt es die Produktion vor neuen Herausforderungen. Außerdem beansprucht das Hochfahren in der Regel wiederum viel thermische Leistung.

Das Wichtigste ist, dass alle ein gemeinsames Ziel haben und jeder in die Planungsarbeit eingebunden wird.

 

Zusammenarbeit mit Chemikalien- und Gerätelieferanten

Der dritte Schritt sind Technologien und Chemikalien, die in der Produktion zum Einsatz kommen. Könnte man beispielsweise die Spülwassertemperatur reduzieren, indem man andere Chemikalien verwendet? Oder könnte man vielleicht eine in die Jahre gekommene Vorrichtung oder ein Gerät mit niedriger Energieeffizienz gegen eines mit weniger Verbrauch austauschen? 

– Dies besprechen wir gemeinsam mit unseren Partnern, wie den Chemikalien- und Gerätelieferanten, sagt Pilbacka.

Viel Potenzial bieten beispielsweise Wärmepumpen, die bereits jetzt verwendet werden.

– Wir werden sie in Zukunft sicher noch mehr einsetzen. Wir könnten sie vielleicht auch für die Wärmerückgewinnung bei Brauchwasser verwenden, überlegt er.